Die Stadt Zossen plant die Erweiterung des Gewerbegebiets Zossen Nord und eine neue Straßenverbindung zwischen der B96, dem Gewerbegebiet und dem bestehenden Straßennetz in Dabendorf.
Das Vorhaben wird als Nordumfahrung bzw. zunehmend als Nordanbindung bezeichnet.
Die Bürgerinitiative setzt sich für eine bürgerfreundliche, durchdachte und ausfinanzierte Planung ein.
Am 15. Oktober lud die Bürgerinitiative zur öffentlichen Bürgerversammlung mit Podiumsdiskussion ins Kulturforum Dabendorf ein.
Vertreter der Stadtpolitik diskutierten unterschiedliche Positionen und beantworteten Fragen aus der Bürgerschaft.
Sie konnten nicht dabei sein? Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion an.
Nach den von der Stadt vorgestellten Planunterlagen ist vorgesehen,
die Nordumfahrung nicht vollständig in einem Schritt, sondern in zwei Bauabschnitten zu errichten.
Anbindung der B96 an das Gewerbegebiet Zossen Nord
Erschließung des Gewerbegebietes
Herstellung der sogenannten Nordanbindung
Damit entsteht zunächst noch keine vollständige Nordumfahrung bis zur Glienicker Straße.
Weiterführung der Straße bis zur Glienicker Straße
Herstellung der vollständigen Nordumfahrung
Nach bisherigem Kenntnisstand ist für den zweiten Bauabschnitt kein verbindlicher Realisierungs- oder Fertigstellungstermin öffentlich bekannt.
Nach der derzeitigen Planung könnte die Märkische Straße bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts eine wichtige Funktion übernehmen.
Dies betrifft insbesondere:
den Verkehr zum Gewerbegebiet und weiter zur B96,
Baustellenverkehr,
Zu- und Abfahrtsverkehr während der Bauphase des Gerwerbegebietes.
Damit stellt sich die Frage, welche Verkehrsbelastungen bis zur Realisierung des zweiten Bauabschnitts für die bestehenden Wohngebiete entstehen.
In der Diskussion wird häufig über Straßen, Trassen und Fördermittel gesprochen. Ebenso wichtig ist die Frage:
Wie viele Menschen leben in den unmittelbar angrenzenden Wohngebieten?
Eine überschlägige Auswertung der angrenzenden Wohngebiete ergibt:
▪ rund 160 bis 190 Wohngrundstücke
▪ etwa 350 bis 420 Einwohnerinnen und Einwohner
Je nach tatsächlicher Verkehrsführung und -entwicklung können diese Wohnbereiche von den Auswirkungen der Planung betroffen sein.
Zu den im weiteren Verfahren zu betrachtenden Themen gehören insbesondere:
▪ Verkehrsaufkommen und Verkehrssicherheit
▪ Lärm
▪ Feinstaub und Schadstoffbelastungen
▪ Erschütterungen durch Schwerlastverkehr
▪ Auswirkungen auf Wohnqualität und Wohnumfeld
Diese Belange sind im weiteren Verfahren und bei der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zu berücksichtigen.
Hinweis: Die genannten Zahlen beruhen auf einer überschlägigen Auswertung der sichtbaren Bebauung und dienen der Einordnung der Größenordnung.
Die Bürgerinitiative begleitet die Planungen zur Nordumfahrung bzw. Nordanbindung Dabendorf kritisch und konstruktiv. Wir setzen uns für eine Verkehrslösung ein, die die Interessen der Anwohner berücksichtigt und langfristig tragfähig ist. Dabei haben wir drei zentrale Anliegen:
Eine Nordumfahrung muss als Gesamtlösung funktionieren. Die Umsetzung in zwei Bauabschnitten wirft Fragen zur tatsächlichen Verkehrsentlastung auf.
Die Auswirkungen auf bestehende Wohngebiete, insbesondere durch Lärm und zusätzlichen Schwerlastverkehr, müssen sorgfältig geprüft werden.
Wir fordern eine nachvollziehbare Planung, eine transparente Abwägung aller Einwendungen und eine gesicherte Finanzierung.
Vom 20. Juli bis 24. August 2026 konnten Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen zur geplanten Nordumfahrung einreichen.
Nun müssen die eingegangenen Hinweise und Einwendungen geprüft und im weiteren Verfahren abgewogen werden.
Wichtig: Ein abschließender Satzungsbeschluss ist damit noch nicht gefasst. Änderungen an der Planung sind weiterhin möglich.
Prüfung: Die eingereichten Stellungnahmen werden ausgewertet.
Abwägung: Die vorgebrachten Argumente werden im weiteren Planungsverfahren berücksichtigt und gegeneinander abgewogen.
Entscheidung: Die zuständigen politischen Gremien befassen sich mit den Ergebnissen und dem weiteren Vorgehen.